YOLO Mode in Tracer: Wie aus deinem AI‑Copilot ein autonomer Software‑Ingenieur wird
(Leitfaden für Entwickler:innen, Teams & AI‑Power‑User)
Einleitung: Von „AI Copilot“ zu „Done while you sleep“
Wenn du schon mit AI‑Coding‑Tools wie Cursor, Claude Code, GitHub Copilot oder Warp gearbeitet hast, kennst du vermutlich dieses Gefühl:
- Du tippst eine komplexe Anforderung ein.
- Das Modell produziert Code – manchmal gut, manchmal… sagen wir: „interessant“.
- Du iterierst, korrigierst, erklärst nach, baust Tests, debuggt, refaktorierst.
Am Ende merkst du:
Du warst die ganze Zeit der eigentliche Projektmanager, Architekt, Tester und Reviewer in einer Person.
Wenn du jemals gedacht hast:
- „Warum kann der Agent nicht einfach selbst planen, coden, prüfen und fixen?“
- „Wieso braucht er ständig meine Bestätigung für jeden Schritt?“
- „Warum ist das alles so fragil, sobald der Code größer als ein Tutorial‑Projekt wird?“
…dann ist YOLO Mode in Tracer genau für dich gebaut.
In diesem Artikel erfährst du:
- Was YOLO Mode ist und wie er sich von typischen AI‑Codern unterscheidet.
- Wie Tracer aus deinen bestehenden Tools eine autonome Engineering‑Pipeline baut.
- Wie Planung, Coding, Verifikation und Auto‑Fix Zusammenspielen – und wie du sie kontrollierst.
- Wie du YOLO Mode in VS Code einrichtest und in realen Projekten einsetzt.
- Ein durchgängiges Beispiel: ein Krypto‑Trading‑System mit Auth & Admin‑Features, das weitgehend autonom gebaut wurde.
Am Ende weißt du, wie du von „AI als Schreibmaschine“ zu „AI als vollautomatischem Feature‑Pipeline“ kommst – ohne die Kontrolle über Codequalität und Architektur zu verlieren.
1. Das Problem mit den üblichen AI‑Coding‑Workflows
1.1. Du bist der „Human Orchestrator“
Viele AI‑Coding‑Agenten machen auf den ersten Blick Eindruck:
Autovervollständigung, Code‑Snippets, Refactorings auf Zuruf.
In der Praxis sieht es aber oft so aus:
-
Du formulierst das Feature
„Baue ein Auth‑System mit Admin‑Rolle, API‑Keys und Sicherheits‑Einstellungen.“ -
Der Agent schreibt Code
Vielleicht ein paar Dateien, vielleicht mitten in bestehende Files. -
Du überprüfst alles manuell
- Stimmt die Architektur?
- Passen die Imports?
- Fährt das Ding überhaupt hoch?
- Bricht er irgendwo bestehende Business‑Logik?
-
Du testest & fixst selbst
Fehlende Edge‑Cases, Sicherheitslücken, vergessene Validation, unvollständige Routen…
Kurz:
Du bist das Glue‑Code‑Skript, das alle Aktivitäten orchestriert – aber in menschlich.
1.2. Typische Pain Points
Wenn du jemals frustriert warst von:
- AI, die nach einem Prompt „fertig“ ist – aber der Code läuft nicht.
- „Sloppy Code“, der keine Tests, keine Fehlerbehandlung und keine klare Struktur hat.
- Ständigem Hin‑ und Her‑Chatten („Schreib Tests dafür“, „Fix die Bugs“, „Mach einen Review“).
- Fehlender Nachvollziehbarkeit, was der Agent wo im Code geändert hat.
…dann ist das kein Einzelfall.
Die meisten Tools unterstützen nur einen Ausschnitt des Entwicklungsprozesses, nicht den gesamten Pipeline‑Gedanken.
2. Was ist YOLO Mode in Tracer – wirklich?
2.1. Tracer kurz erklärt
Tracer ist eine AI‑Erweiterung, die in deine IDE (z. B. VS Code) eingebettet läuft.
Kernidee:
Statt nur „Code generieren“ fokussiert Tracer auf strukturierte, nachvollziehbare Workflows:
- Planen
- Phasenweise Ausführen
- Verifizieren
- Review & Fix
Du kannst Tracer mit praktisch jedem AI‑Coding‑Agenten verbinden:
- Claude Code
- Cursor
- Warp
- eigene CLI‑Agenten
- u. v. m.
Tracer ist sozusagen das Orchestrierungssystem, das über deinen Agents sitzt.
2.2. YOLO Mode: Der Autopilot für die gesamte Pipeline
YOLO Mode ist ein Feature in Tracer, das diese Orchestrierung vollautomatisiert.
Statt:
> „Der Agent schreibt Code, du übernimmst den Rest“
bekommst du:
> „Der Agent + Tracer planen, coden, verifizieren und fixen –
> du definierst nur noch die Regeln.“
YOLO Mode übernimmt:
-
Planung
- Global: Welche Phasen und Teilaufgaben gibt es?
- Lokal: Welche Dateien, Endpoints, Komponenten sind zu ändern?
-
Coding
- Übergibt Tasks an deinen bevorzugten Coding‑Agenten.
- Arbeitet auf deinem existierenden Code – kein „Neuschreiben von Null“.
-
Verifikation
- Ein separater Verifikations‑Agent prüft den generierten Code.
- Markiert Probleme mit Severity‑Stufen (Minor, Major, Critical).
-
Auto‑Fix
- Bei Major oder Critical Issues läuft ein Auto‑Fix‑Loop:
→ zurück zum Coding‑Agent → fixen → erneut verifizieren.
- Bei Major oder Critical Issues läuft ein Auto‑Fix‑Loop:
Das Besondere:
Alle diese Schritte können ohne menschliche Bestätigung ablaufen.
Einmal konfiguriert, läuft die Pipeline, bis:
- alle Phasen fertig sind,
- dein Rechner schläft, oder
- deine Tracer‑Ressourcen („Artifact‑Slots“) aufgebraucht sind.
3. Wie YOLO Mode arbeitet: Von der Feature‑Idee zum getesteten Code
3.1. Mehrphasige, autonome Ausführung
Stell dir vor, du sagst Tracer:
> „Baue ein komplettes Krypto‑Trading‑System mit:
> ‑ Nutzerkonten
> ‑ Wallet‑Bilanzen
> ‑ Buy/Sell & Trading‑Aktionen
> ‑ Admin‑Dashboard“
YOLO Mode macht daraus:
-
Phasen und Subtasks planen
Zum Beispiel:- Phase 1: Authentication & User Management
- Auth‑Middleware
- Login‑Flow
- Session / Token Handling
- Phase 2: Admin‑Rolle & Berechtigungen
- Rollenmodell
- Admin‑Guard / Middleware
- Admin‑only‑Routen
- Phase 3: REST‑API für Trades & Balances
- Endpoints:
/trades,/balances,/orders - Fehlerhandling, Validation
- Endpoints:
- Phase 4: Admin‑Dashboard & Security Settings
- Frontend‑Komponenten
- API‑Integration
- Einstellungsseiten (API Keys, 2FA, Präferenzen)
- Phase 1: Authentication & User Management
-
Phaseweise Abarbeitung
Für jede Phase:- Planen (optional): File‑Level‑Plan erstellen
- Coden: Änderungen tatsächlich in deinem Repo vornehmen
- Verifizieren: Code prüfen (Stil, Logik, Integrität, Sicherheitsaspekte)
- Auto‑Fix: Kritische Probleme beheben, bis sie grün sind
-
Ohne Unterbrechung
Kein:- „Bitte Plan X genehmigen“
- „Bitte Änderung Y bestätigen“
- „Bitte Review Z freigeben“
Du kannst natürlich jederzeit eingreifen, pausieren, umbauen – aber musst es nicht.
3.2. Flexible Planung: mit oder ohne expliziten Plan
Planung kostet Kontext, Tokens, Zeit – bringt aber Struktur.
YOLO Mode erlaubt dir:
- Detailplan pro Phase automatisch generieren zu lassen
- oder für einfache Aufgaben die Planungsphase zu überspringen.
Beispiel:
- Große Refactorings, komplexe Features, viele Files → Plan einschalten
- Kleine Änderungen, Bugfixes, ein neuer Endpoint → Plan überspringen
Du kannst pro Pipeline definieren:
- Wann geplant wird
- Welcher Agent plant (z. B. ein stärkeres Modell)
- Wie tief der Plan geht (Datei‑Level, Modul‑Level, etc.)
3.3. Verifikation & Auto‑Fix: dein eingebauter Reviewer
YOLO Mode arbeitet mit einem Verifikations‑Agenten, der:
- den generierten Code analysiert
-
Issues anhand von Schweregraden klassifiziert, z. B.:
- Minor: Styling, Naming, kleine Optimierungen
- Major: mögliche Bugs, fehlende Validierung, Risiko für Ausfälle
- Critical: Sicherheitslücken, Bruch bestehender APIs, Crash‑Risiken
Du definierst:
-
Ab welcher Severity wird automatisch gefixt?
z. B. „Major & Critical immer fixen, Minor nur reporten“ -
Ab welcher Severity blockiert die Pipeline?
z. B. „Critical blockiert, bis behoben; bei Major weiterlaufen, aber fixen“
Das Ergebnis:
Der Agent korrigiert sich selbst, bevor das Feature als „fertig“ gilt.
4. Kontrolle behalten: Handoff‑Regeln und Konfiguration
4.1. Wer macht was? Agents pro Phase
In Tracer kannst du granular festlegen:
-
Planungs‑Agent
z. B. ein großes Modell mit guter Reasoning‑Fähigkeit -
Coding‑Agent
z. B. dein favorisiertes AI‑Coding‑Tool (Cursor, Claude Code, Warp, Custom CLI…) -
Verifikations‑Agent
Fokus auf Review, Tests, Edge‑Cases, Security
Du kannst z. B. sagen:
- Planung mit Agent A (stark im Reasoning)
- Implementierung mit Agent B (stark im Coding, integriert in deinen Editor)
- Verifikation mit Agent C (speziell für Reviews getunt)
4.2. Handoff‑Regeln: wie autonom darf es sein?
Du steuerst z. B.:
-
Planung
- „Immer planen“
- „Plan nur für bestimmte Phasen“
- „Plan für diese Aufgabe komplett überspringen“
-
Verifikation
- „Nach jeder Phase verifizieren“
- „Nur vor Merge / Release verifizieren“
- „Verifikation für triviale Tasks auslassen“
-
Severity‑Handling
- „Kritische Issues → sofort Auto‑Fix, nicht weitermachen, bis behoben“
- „Major Issues → Auto‑Fix, aber nicht blockieren“
- „Minor Issues → nur reporten, kein Auto‑Fix“
Damit baust du dir deinen persönlichen autonomen Engineering‑Workflow, abgestimmt auf:
- Größe des Projekts
- Sicherheitsanforderungen
- Team‑Guidelines und Code‑Qualitätsstandards
5. Die drei Grundmodi von Tracer – und wo YOLO Mode ins Spiel kommt
Im Tracer‑Panel in deiner IDE siehst du typischerweise drei Hauptmodi:
5.1. Phases Mode – strukturierte Workflows in klaren Schritten
Phases Mode bricht Aufgaben in klar definierte Phasen herunter:
- Du beschreibst dein Ziel.
- Tracer stellt Rückfragen, um deinen Kontext zu verstehen.
- Daraus entsteht ein Phasenplan inkl. Subtasks.
Ideal für:
- Neue Features mit mehreren Schritten
- Refactorings mit klarer Reihenfolge
- „Mini‑Roadmaps“ innerhalb eines Projekts
YOLO Mode kann hier oben drauf gesetzt werden, um:
- jede Phase automatisiert durchlaufen zu lassen
- ohne ständig auf deine Bestätigung zu warten
5.2. Plan Mode – detailreiche File‑Level‑Pläne
Im Plan Mode geht Tracer noch tiefer:
- Es entstehen File‑Level‑Pläne:
- Welche Dateien werden angelegt?
- Welche bestehenden Dateien werden verändert?
- Welche Funktionen, Klassen, Endpoints kommen dazu?
Gerade in großen Codebasen ist das Gold wert:
- Du behältst die Übersicht über Änderungen.
- Du kannst Pläne reviewen, bevor tatsächlich Code geschrieben wird.
- Änderungen sind nachvollziehbar, statt „irgendwo im Repo verteilt“.
YOLO Mode kann diese Pläne:
- automatisch generieren
- direkt umsetzen
- mit verknüpfter Verifikation & Auto‑Fix ausführen
5.3. Review Mode – autonome Code‑Reviews & Refactorings
Review Mode dient dazu, bestehende Codebasis zu prüfen:
- Qualität
- Konsistenz
- potentielle Bugs
- Sicherheitsaspekte
- technische Schulden
Tracer kann:
- Issues auflisten
- konkrete Review‑Kommentare generieren
- Fix‑Vorschläge machen
- diese Fixes an deinen Coding‑Agent übergeben
Mit YOLO Mode kannst du sogar komplette Review‑Zyklen automatisieren:
- Code analysieren
- Issues identifizieren
- Fixes generieren
- Fixes anwenden
- Erneut verifizieren
Gerade bei Legacy‑Code oder großen Refactorings ist das enorm wertvoll.
6. YOLO Mode in VS Code einrichten: Schritt‑für‑Schritt
6.1. Installation der Tracer‑Extension
- Öffne VS Code.
- Gehe in den Marketplace / Extensions‑Tab.
- Suche nach „Tracer“.
- Klicke auf Installieren.
Nach der Installation taucht Tracer:
- als eigenes Icon in der linken Seitenleiste auf.
6.2. Login / Account‑Erstellung
- Klicke auf das Tracer‑Icon.
- Melde dich an oder erstelle einen kostenlosen Tracer‑Account.
- Authentifiziere dich innerhalb der Extension.
Tracer kann in der kostenlosen Version bereits:
- komplette Features wie im Demo‑Projekt autonom umsetzen
- mit diversen AI‑Agents zusammenarbeiten
6.3. Modus wählen: Phases, Plan oder Review
Je nach Ziel:
- Neues Feature / mehrphasiger Task → Phases Mode
- Große Umstrukturierung / detailreiche Feature‑Architektur → Plan Mode
- Bestehende Codebasis prüfen & verbessern → Review Mode
Öffne den gewünschten Modus im Tracer‑Panel.
6.4. YOLO Mode aktivieren & konfigurieren
Innerhalb des gewählten Modus:
-
Klicke auf das Drei‑Punkte‑Menü (⋯).
-
Wähle YOLO Mode aktivieren.
-
Entscheide, ob du:
- mit einem Custom CLI‑Agent arbeiten willst, oder
- YOLO Mode direkt mit Phases / Plan / Review verbindest.
-
Konfiguriere:
- Planungs‑Agent (oder „Planung überspringen“)
- Coding‑Agent
- Verifikations‑Agent
- Severity‑Schwellen:
- ab welcher Severity Auto‑Fix
- ab welcher Severity Blockierung
Diese Konfiguration bestimmt, wie autonom und wie streng dein Pipeline‑Verhalten ist.
6.5. Task & Kontext hinzufügen
Gib Tracer deine Aufgabe in natürlicher Sprache, z. B.:
> „Baue eine vollständige Krypto‑Trading‑Plattform mit Nutzerkonten, Wallet‑Bilanzen, Buy/Sell‑Funktionen, Trading‑Aktionen und einem Admin‑Dashboard.“
Optional kannst du Kontext anhängen:
- bestehende Dateien oder Ordner
- Screenshots / UI‑Mockups
- Spezifikations‑Dokumente
Dafür nutzt du in Tracer z. B. den add‑Befehl, um:
- relevante Teile des Repos anzuhängen
- Assets (z. B. Bilder) beizufügen
Je besser der Kontext, desto stärker ist das Verständnis deiner bestehenden Codebasis.
6.6. Klärungsfragen & Planerstellung
Tracer nutzt den Planungs‑Agenten, um:
-
Rückfragen zu stellen:
- „Welche Auth‑Methode verwendest du bereits?“
- „Soll das Admin‑Dashboard in deinem bestehenden Frontend‑Framework laufen?“
- „Welche Sicherheitsanforderungen hast du (2FA, IP‑Whitelisting, Rate‑Limiting)?“
-
Aus diesen Antworten entsteht ein Phasen‑ und/oder File‑Plan.
Du kannst:
- den Plan kurz überfliegen
- ggf. noch Anpassungen im Dialog machen
- dann YOLO Mode starten
6.7. YOLO Mode ausführen lassen
Sobald die Konfiguration steht:
-
YOLO Mode starten.
-
Tracer beginnt:
- pro Phase einen Plan zu erzeugen (falls nicht deaktiviert)
- Tasks an deinen Coding‑Agent zu übergeben
- den resultierenden Code per Verifikations‑Agent zu prüfen
- Auto‑Fix‑Loops für Major/Critical‑Issues auszuführen
-
Du kannst jederzeit:
- pausieren
- Konfiguration ändern (z. B. andere Severity‑Policy)
- einzelne Phasen manuell inspizieren
Ansonsten läuft die Pipeline durch, bis:
- alle definierten Phasen abgeschlossen sind
- oder die Ausführung gestoppt / unterbrochen wird.
7. Praxisbeispiel: Krypto‑Trading‑Plattform mit Auth & Admin‑Features
Um zu zeigen, dass YOLO Mode mehr kann als nur „Hello World“ oder Mini‑Demos, wurde im Video folgendes Setup gezeigt:
7.1. Ausgangssituation
- Es existiert bereits eine Krypto‑Trading‑Applikation.
- Sie hat grundlegende Trading‑Funktionalität.
-
Es fehlen jedoch:
- ordentliches Authentication‑System
- Admin‑Rollen und entsprechende Middleware
- Admin‑Endpoints (REST API)
- Einstellungen wie API Keys, Sicherheitsoptionen, Präferenzen
Ziel:
All das autonom ergänzen, ohne die bestehende Business‑Logik zu zerstören.
7.2. Phasenplanung mit YOLO Mode
YOLO Mode teilt den Task u. a. in folgende Phasen:
-
Admin‑Rolle & Auth‑Middleware
- Rollenmodell definieren (User / Admin)
- Middleware für geschützte Routen
- Auth‑Flow: Login → Session/Tokens → Redirect ins Trading‑Dashboard
-
Admin‑REST‑API
- z. B.
POST /admin/users,POST /admin/settings,GET /admin/overview - Rechteprüfung: nur Admins
- Fehlermeldungen, Statuscodes, Logging
- z. B.
-
Kontext‑spezifische File / Folder‑Anpassungen
- keine „Random‑Files“, sondern Integration in die vorhandene Struktur
- Anpassung von Routing, Modulen, ggf. Frontend‑Routen
-
Admin‑Features im Frontend
- Admin‑Dashboard
- Seiten für:
- Präferenzen
- API‑Keys
- Sicherheit (z. B. 2FA‑Einstellungen)
7.3. Autonomes Coding & Verifikation
In der Demo:
-
YOLO Mode übernimmt die Phasen automatisch.
-
Der Coding‑Agent schreibt die entsprechenden Dateien bzw. passt bestehende Dateien an.
-
Der Verifikations‑Agent prüft:
- Bricht irgendetwas den existierenden Trading‑Flow?
- Sind die Admin‑Routen sauber geschützt?
- Gibt es offensichtliche Sicherheitslücken?
- Passen Imports, Typen, Schnittstellen?
-
Wo Major oder Critical Issues auftauchen:
- tritt der Auto‑Fix‑Loop in Kraft,
- Probleme werden behoben,
- und die Verifikation erneut ausgeführt.
7.4. Ergebnis
Am Ende steht:
-
Ein funktionierendes Auth‑System:
- Nutzer können sich mit ihren Credentials einloggen.
- Nach Login werden sie in die Trading‑Oberfläche geleitet.
-
Ein erweitertes Admin‑System:
- Admin‑Rolle mit passenden Guards/Middleware.
- Admin‑spezifische Komponenten & Views.
-
Zusätzliche Features:
- Präferenzen
- API‑Keys
- Sicherheits‑Einstellungen
Wichtig:
Die ursprüngliche Krypto‑Exchange‑Logik bleibt intakt.
Es ist keine „Neuschreibung von Null“, sondern eine gezielte Erweiterung einer realen Codebasis.
8. Warum YOLO Mode mehr ist als „AI auf Autocomplete‑Steroids“
8.1. Unterschied zu typischen „Prompt‑und‑Hoffen“‑Agents
Viele AI‑Tools funktionieren so:
- Du gibst eine große Aufgabe ein.
- Der Agent generiert auf einen Schlag eine Menge Code.
-
Du hoffst, dass:
- alles kompiliert
- nichts Wichtiges vergessen wurde
- deine Codebasis nicht zerstört ist
YOLO Mode verfolgt einen anderen Ansatz:
- Planung + Struktur statt „One‑Shot‑Magie“
- Verifikation + Auto‑Fix statt „User repariert das schon“
- Kontextintegration statt „Projekt von Null in einer Sandbox“
8.2. Fokus auf reale, große Codebasen
YOLO Mode ist explizit dafür gemacht, in echten Projekten zu laufen:
- gewachsene Strukturen
- alte Module
- teilweise unklare Abhängigkeiten
- reale Anforderungen (Security, Performance, DX)
Daher sind die Kernbausteine:
- Phasen
- Pläne
- Verifikation
- iterative Fixes
statt nur:
- „Hier ist dein Code, viel Spaß“
8.3. Qualität, Nachvollziehbarkeit & Kontrolle
Mit Tracer + YOLO Mode bekommst du:
-
Nachvollziehbare Historie der Änderungen pro Phase
-
Klare Zuweisung:
- „In Phase X wurden diese Dateien geändert“
- „Die folgenden Issues traten auf, wurden so gefixt“
-
Gleichzeitig:
-
bleibst du Herr über das Regelwerk
-
kannst du jederzeit:
-
Strenge der Verifikation ändern
-
Auto‑Fix deaktivieren oder schärfer stellen
-
Agents austauschen, wenn ein anderer besser performt
-
9. Typische Anwendungsfälle für YOLO Mode
Hier ein paar konkrete Szenarien, in denen YOLO Mode besonders stark ist:
9.1. Neue Features in bestehenden Produkten
Beispiele:
- neues Billing‑Modul in einer SaaS‑App
- Team‑Funktionen (Rollen, Einladungen, Rechte)
- Multi‑Tenant‑Support für eine bestehende API
Workflow:
- Featurebeschreibung formulieren.
- Relevanten Code/Ordner per
addan Tracer übergeben. - Phasen & Plan generieren lassen.
- YOLO Mode einschalten, mit Verifikation & Auto‑Fix.
- Nach Fertigstellung End‑to‑End testen.
9.2. Schrittweise Refactorings
Beispiele:
- Migration von einem alten Framework auf ein neueres (z. B. Express → Fastify)
- Aufteilung eines Monolithen in Module / Services
- Konsolidierung von Auth‑Logik, die aktuell über zig Dateien verstreut ist
Hier ist der Plan Mode + Review Mode + YOLO Mode besonders hilfreich:
- erst Plan (was, wo, wie ändern?)
- dann Umsetzung
- dann Review‑Schleifen, bis die Codebasis wieder konsistent ist
9.3. Sicherheits‑ und Qualitäts‑Härtung
Beispiele:
- Einführen von Input‑Validation an allen API‑Eingängen
- Hinzufügen von Logging & Monitoring
- Absichern bestimmter kritischer Pfade
YOLO Mode kann:
- deine Codebasis analysieren
- Schwachstellen identifizieren
- Fixes vorbereiten und automatisiert einspielen
- anschließend erneut verifizieren
10. Kosten, Zugang und Community‑Kontext
10.1. Nutzung & Kosten
Laut Video‑Kontext:
- Tracer inkl. YOLO Mode kann in erheblichem Umfang kostenlos genutzt werden.
- Auch das gezeigte Krypto‑Trading‑Feature wurde in diesem Setup kostenfrei umgesetzt.
Natürlich können bei der Nutzung externer AI‑Agenten (z. B. über API‑Keys) eigene Kosten entstehen, abhängig von:
- verwendetem Modell
- Tokenverbrauch
- Anbieter (OpenAI, Anthropic, etc.)
10.2. Ecosystem & Austausch
Rund um Tracer und YOLO Mode gibt es:
-
einen YouTube‑Kanal mit weiteren Workflow‑Demos
-
einen privaten Discord‑Server, in dem:
- mehrere AI‑Tool‑Subscriptions geteilt werden
- tägliche AI‑News und exklusive Inhalte besprochen werden
-
eine zweite Channel‑Struktur, Newsletter, Twitter/X‑Präsenz
Wenn du tiefer einsteigen willst, lohnt es sich:
- die Demos anzuschauen
- Best Practices für deine eigene Toolchain zu adaptieren
11. Best Practices: So holst du das Maximum aus YOLO Mode
11.1. Saubere Aufgabenbeschreibung & Kontext
Je klarer du formulierst:
- Was gebaut werden soll
- Warum (Use Case, Zielgruppe, Business‑Kontext)
- Wo im Code das passieren soll
…desto besser kann Tracer:
- sinnvolle Phasen planen
- relevante Dateien ins Visier nehmen
- unnötige Eingriffe in andere Teile der Codebasis vermeiden
Empfehlung:
- immer relevante Projektteile via
addanhängen - vorhandene API‑Spezifikationen, Typen, DB‑Schemas mitgeben
11.2. Konservative Settings für kritische Systeme
In sicherheitskritischen oder produktiven Umgebungen:
- Verifikation auf „streng“ stellen
- Auto‑Fix nur für klar definierte Issue‑Typen zulassen
- evtl. Require, dass Critical‑Issues erst manuell abgenommen werden
Du kannst YOLO Mode auch phasenweise laufen lassen:
- z. B. in einer Branch / Staging‑Umgebung
- mit anschließendem manuellen Review vor Merge in
main
11.3. Iteratives Vorgehen statt „Everything in one go“
Auch wenn YOLO Mode große Tasks verarbeiten kann, ist es oft besser:
-
komplexe Features in mehrere Pipelines aufzuteilen, z. B.:
- Pipeline 1: Auth & User‑Management
- Pipeline 2: Rollen & Permissions
- Pipeline 3: Admin‑UI & Security‑Settings
Das verbessert:
- Nachvollziehbarkeit
- Debuggability
- Rollback‑Fähigkeit
12. Fazit: Ein Schritt näher an „Push Button, Ship Feature“
YOLO Mode in Tracer bringt uns ein gutes Stück näher an das, was viele sich von AI‑Coding‑Tools von Anfang an erhofft haben:
- Nicht nur Snippets generieren.
- Nicht nur Boilerplate schreiben.
-
Sondern eine End‑to‑End‑Engineering‑Pipeline, die:
- plant
- implementiert
- prüft
- und sich selbst iterativ verbessert.
Das Entscheidende dabei:
-
Du behältst die Kontrolle:
- über Agents
- über Regeln
- über Qualitätsanforderungen
-
Tracer integriert sich in deine bestehende Stack‑Landschaft:
- VS Code
- Cursor / Claude Code / Warp / Custom Agents
- reale, große Codebasen statt nur Demo‑Projekten
Wenn du genug davon hast, deine AI‑Tools zu „babysitten“, ist YOLO Mode ein spannender nächster Schritt:
- Lass die Pipeline laufen,
- definiere klare Grenzen und Qualitätsregeln,
-
und nutze deine Zeit für das, was Menschen am besten können:
- Architekturentscheidungen
- Produkt‑Strategie
- UX‑Design
- und all die Fragen, die (noch) kein Modell dir abnehmen kann.
Nächste Schritte für dich:
- Tracer in VS Code installieren und einen kostenlosen Account anlegen.
- Einen kleinen, nicht kritischen Task mit YOLO Mode ausprobieren (z. B. ein neues Setting‑Feature).
- Schrittweise die Strenge von Planung und Verifikation erhöhen, bis es zu deinem Projekt passt.
- Nach und nach größere Features oder Refactorings in den YOLO‑Workflow überführen.
Wenn du schon mit AI‑Coding arbeitest, ist YOLO Mode weniger ein „Nice to Have“ und mehr ein logischer nächster Evolutionsschritt:
Vom Copilot zur autonomen Engineering‑Pipeline.
